SCHACH IN BERLIN-WEDDINGFreitags ab 19 Uhr treffen wir uns am Brett.

Schach Regeln.
Einfach
erklärt.

Wie spielt man Schach? Hier findest du die wichtigsten Schachregeln für Anfänger: Ziel des Spiels, Figurenbewegungen, Schachmatt, Patt, Remis und die drei wichtigsten Sonderregeln.

Die Ausgangsstellung · Weiß beginnt.
Das helle Eckfeld liegt rechts unten.

Wie spielt man
Schach?

Weiß beginnt. Danach ziehen beide Seiten abwechselnd genau eine Figur. Ziel ist nicht, den König zu schlagen, sondern ihn so anzugreifen, dass kein legaler Zug mehr das Schach abwehren kann: Schachmatt.

01 · DAS ZIEL

Den König schachmatt setzen.

Gewonnen hat, wer den gegnerischen König schachmatt setzt. Ein König darf niemals im Schach stehen bleiben und auch nicht auf ein angegriffenes Feld ziehen.

02 · BRETT & AUFSTELLUNG

Erst richtig aufstellen.

Das Brett liegt mit einem hellen Feld rechts unten. Weiß steht auf den Reihen 1 und 2, Schwarz auf 8 und 7. Die Dame steht auf ihrer eigenen Farbe.

Schachaufstellung Schritt für Schritt ↗
03 · DER ABLAUF

Weiß beginnt, dann wird abgewechselt.

Jede Seite startet mit 16 Figuren. Pro Zug wird grundsätzlich eine Figur bewegt. Eigene Figuren dürfen nicht geschlagen werden; gegnerische Figuren werden beim Schlagen vom Brett genommen.

So ziehen die
Schachfiguren.

König, Dame, Turm, Läufer, Springer und Bauer haben jeweils eigene Zugregeln. Wähle eine Figur und setze sie auf ein Feld: Das Brett zeigt dir ihre möglichen Bewegungen auf freier Fläche.

Zwei Felder gerade, eins zur Seite.

Der Springer

Der Springer zieht in einer L-Form: zwei Felder in eine Richtung und eines rechtwinklig dazu. Er darf über andere Figuren springen.

Nur das Zielfeld zählt: Eine eigene Figur darf dort nicht stehen.

Zugfeld

Springer auf d4: 8 erreichbare Felder.

Das Beispiel zeigt die Zugweise ohne Hindernisse und gegnerische Angriffe. In einer Partie begrenzen andere Figuren und die Sicherheit des eigenen Königs die erlaubten Züge.

Rochade, En Passant
und Bauernumwandlung.

Diese drei Sonderregeln gehören zum normalen Schach. Sie wirken ungewöhnlich, sind aber leicht zu merken, wenn man die Bedingungen kennt.

SONDERREGEL 01

Die Rochade

Bei der Rochade werden König und Turm in einem einzigen Zug bewegt. Der König zieht zwei Felder zum Turm; der Turm landet auf dem Feld, das der König überquert hat.

BEISPIEL: KURZE ROCHADE MIT WEISSKönig: e1 → g1
Turm: h1 → f1
Wann ist sie erlaubt?
  • König und beteiligter Turm haben noch nie gezogen.
  • Zwischen ihnen steht keine Figur.
  • Start-, Durchgangs- und Zielfeld des Königs sind nicht angegriffen.
  • Du bewegst zuerst den König, dann den Turm, mit derselben Hand.
SONDERREGEL 02

En passant

En Passant ist ein besonderer Bauernschlag. Zieht ein gegnerischer Bauer aus seiner Ausgangsstellung zwei Felder und landet direkt neben deinem Bauern, kann er unter bestimmten Bedingungen so geschlagen werden, als wäre er nur ein Feld gezogen.

BEISPIEL MIT WEISS AUF e5Schwarz: d7 → d5
Weiß: e5 → d6; der Bauer auf d5 geht vom Brett.
Nur sofort möglich.

Dieses Schlagen ist ausschließlich im direkt folgenden Zug erlaubt. Spielst du etwas anderes, verfällt die Möglichkeit. Es ist freiwillig.

SONDERREGEL 03

Die Umwandlung

Erreicht ein Bauer die letzte Reihe, muss er sofort in eine Dame, einen Turm, einen Läufer oder einen Springer derselben Farbe umgewandelt werden.

BEISPIEL MIT WEISSBauer: e7 → e8
Du wählst zum Beispiel eine Dame: e8=D.
Die Wahl gehört dir.

Die neue Figur muss nicht vorher geschlagen worden sein. Mehrere Damen sind möglich. König und Bauer stehen nicht zur Wahl.

Wann geht die Partie weiter?
Wann ist sie vorbei?

Für Anfänger sind drei Begriffe entscheidend: Schach ist eine unmittelbare Drohung gegen den König. Schachmatt beendet die Partie mit einem Sieg. Patt beendet sie remis.

DIE PARTIE GEHT WEITER

Schach

Der König wird angegriffen. Du musst das Schach abwehren, zum Beispiel durch einen Königszug, das Schlagen des Angreifers oder das Dazwischenstellen einer Figur. Welche Abwehr möglich ist, hängt von der Stellung ab.

Der nächste Zug muss den König retten.
DIE ANGREIFENDE SEITE GEWINNT

Schachmatt

Der König steht im Schach und kein legaler Zug kann den Angriff abwehren. Damit ist die Partie sofort beendet.

Im Schach + keine legale Abwehr = Matt.
DIE PARTIE ENDET UNENTSCHIEDEN

Patt

Die Seite am Zug hat keinen einzigen legalen Zug, steht aber nicht im Schach. Es zählt die gesamte Stellung, nicht nur die Beweglichkeit des Königs.

Kein Schach + kein legaler Zug = Patt.

Wann endet Schach
unentschieden?

Neben Patt gibt es weitere Wege zum Remis. Dazu kommen Turnierregeln wie „berührt, geführt“, Bedenkzeit und die Schachnotation.

Wann ist eine Partie remis?

Eine tote Stellung endet sofort remis: Keine Seite kann mit irgendeiner legalen Zugfolge mattsetzen. Auch ein vereinbartes Remis ist möglich; Turnierausschreibungen können Remisangebote einschränken.

SituationFolge
Dreimal dieselbe StellungRemisanspruch nach korrekter Reklamation
50 Züge je Seite ohne Bauernzug und ohne SchlagzugRemisanspruch nach korrekter Reklamation
Fünfmal dieselbe StellungAutomatisches Remis
75 Züge je Seite ohne Bauernzug und ohne SchlagzugAutomatisches Remis; Matt durch den letzten Zug hat Vorrang

Bei Stellungswiederholungen müssen auch Zugrecht und Zugmöglichkeiten übereinstimmen. Gleiche Figuren auf gleichen Feldern allein reichen nicht immer. Im Turnier die Reklamation vor dem Berühren einer Figur mit dem Schiedsrichter klären.

Was bedeutet „berührt, geführt“?

Berührst du am Zug absichtlich eine eigene Figur zum Ziehen, musst du sie ziehen, wenn das legal möglich ist. Eine absichtlich zum Schlagen berührte gegnerische Figur musst du schlagen, wenn es legal geht. Willst du nur eine Figur zurechtrücken, kündige das vorher an, zum Beispiel mit „Ich korrigiere“.

Wie funktionieren Uhr und Bedenkzeit?

Nach deinem Zug drückst du mit derselben Hand die Uhr. Nun läuft die Zeit des Gegners. Die Bedenkzeit legt das Turnier fest. Zeitüberschreitung verliert grundsätzlich; kann der Gegner mit keiner legalen Zugfolge mattsetzen, ist die Partie remis.

Wie schreibt man Schachzüge auf?
NotationBedeutung
e4Ein Bauer zieht nach e4.
Sf3Ein Springer zieht nach f3.
Lxe5Ein Läufer schlägt auf e5.
0-0 / 0-0-0Kurze / lange Rochade
e8=DBauernumwandlung zur Dame auf e8
+ / #Schach / Schachmatt

Die deutschen Figurenkürzel sind K, D, T, L und S. Bauern haben kein eigenes Kürzel. Können mehrere gleiche Figuren das Zielfeld erreichen, wird die Herkunft präzisiert.

Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel?

Eröffnung: Du bringst Figuren ins Spiel und bereitest die Königssicherheit vor. Mittelspiel: Pläne, Angriffe und taktische Ideen greifen ineinander. Endspiel: Bei reduziertem Material werden aktive Könige und die Umwandlung von Bauern oft besonders wichtig. Die Übergänge sind fließend.

Was sind eine Gabel und eine Fesselung?

Bei einer Gabel greift eine Figur mehrere gegnerische Steine gleichzeitig an. Bei einer Fesselung steht hinter der angegriffenen Figur ein wichtiges Ziel. Würde ihr Wegziehen den eigenen König ins Schach stellen, ist der Zug verboten. Bei anderen Zielen, etwa der Dame, kann ein Wegzug trotzdem legal sein.

Drei Dinge für deine erste Partie.

Vor jedem Zug: Ist mein König sicher?

Prüfe zuerst, ob du im Schach stehst oder ob dein geplanter Zug den eigenen König angreifbar machen würde.

Figuren nicht nur kennen, sondern anwenden.

Nutze den Figuren-Explorer oben und spiele danach einige ruhige Partien. So werden die Zugregeln schnell selbstverständlich.

Die wichtigsten Antworten
auf einen Blick.

Kurze Antworten für typische Anfängerfragen. Die ausführlichen Erklärungen findest du in den Abschnitten darüber.

Wie spielt man Schach?

Zwei Spieler ziehen abwechselnd je eine Figur. Weiß beginnt. Ziel ist es, den gegnerischen König schachmatt zu setzen. Jeder Zug muss legal sein und darf den eigenen König nicht im Schach stehen lassen.

Welche Schach Regeln sollte ein Anfänger zuerst lernen?

Zuerst solltest du Brett und Figuren richtig aufstellen, die Zugweise jeder Figur kennen und verstehen, was Schach, Schachmatt und Patt bedeuten. Danach kommen Rochade, En Passant, Bauernumwandlung und die wichtigsten Remis-Regeln.

Wie ziehen die Figuren beim Schach?

Der König zieht ein Feld, die Dame beliebig weit gerade oder diagonal, der Turm gerade, der Läufer diagonal und der Springer in L-Form. Bauern ziehen grundsätzlich vorwärts und schlagen diagonal; für sie gelten zusätzlich Doppelzug, En Passant und Umwandlung.

Wann ist Schachmatt?

Schachmatt liegt vor, wenn der König angegriffen ist und es keinen legalen Zug gibt, der dieses Schach beseitigt. Die Partie endet sofort mit dem Sieg der angreifenden Seite.

Was ist Patt beim Schach?

Patt liegt vor, wenn die Seite am Zug keinen legalen Zug mehr hat, ihr König aber nicht im Schach steht. Die Partie endet dann remis.

Welche Sonderregeln gibt es beim Schach?

Zu den wichtigsten Sonderregeln gehören die Rochade, das Schlagen En Passant und die Bauernumwandlung. Zusätzlich gibt es genaue Regeln für Remis, Stellungswiederholung und die 50-Züge-Regel.

Regelgrundlage und Hinweise zum Beispielbrett

Diese Seite erklärt die Grundlagen des klassischen Schachs. Die Regelprüfung stützt sich auf die FIDE-Schachregeln, gültig seit 1. Januar 2023, insbesondere Artikel 1 bis 6 und 9. Redaktioneller Stand: 18. September 2026. Turnierdetails stehen in den vollständigen Regeln und der jeweiligen Ausschreibung.

Der Figuren-Explorer zeigt Zugweisen auf einem ansonsten leeren Brett und ersetzt keine vollständige Legalitätsprüfung einer Partiestellung. Für die korrekte Startposition nutze unsere Seite zur Schachaufstellung. Beim Bauern zeigen Markierungen die normalen Schlagrichtungen; En Passant und Umwandlung werden separat erklärt.

Vom Lesen
ans echte Brett.

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