Hier stehen alle eingesendeten Berichte unserer Mitglieder



Aktivschachturnier 2017 ein Bericht von Michael Sielaff 20.08.2017

Das diesjährige Sommerturnier begann mit lediglich 13 Teilnehmern, was dazu führte, dass nur 7 Runden gespielt wurden. Eine Möglichkeit für die Spieler aus der 2. Reihe auf sich aufmerksam zu machen. Favoriten waren die teilnehmenden Spieler der 1. und 2. Mannschaft, wobei Herbert parallel das Kreuzberger Open besuchte, was gewissermaßen zu Punktabzug führte. Vor der 7. Runde führten Schwarz und Sielaff. Ronald erwischte mit Herbert das schwere Los, was ihn aber nicht davon abhielt, nach einer Ungenauigkeit schnörkellos zu punkten. Die für mich schönste Partie gelang Ronald Schwarz in der 5. Runde gegen Schröder. Sein Läuferpaar lähmte das weiße Spiel. Er spielte ein sehr gutes Turnier. Nicht minder Andresen, Konuk und Schröder. Nach einigen positiven Turnierüberraschungen kam es an der Spitze zu folgendem Endergebnis: Schwarz, Sielaff 6 Punkte, Andresen 5 Punkte, Konuk, Kauschmann, Schröder, Hahn 4 Punkte.



Für unseren verstorbenen Heinz Pacholleck ein Nachruf von Ronald Schwarz 07.12.2016

Er war ein Berliner von altem Schrot und Korn! Über seine Jugend weiß ich nur von seiner Agententätigkeit für die KGU (Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit, eine von den USA gesteuerte Subversionsorganisation, die auf dem Gebiet der jungen DDR Sabotageakte verübte). Dafür saß Heinz für einige Jahre in Bautzen ein. Seine Lebenskraft war enorm. Nach einem schweren Autounfall stand es mit seiner Gesundheit allerdings nicht mehr zum besten. Nach der Wende war er - wie einst - Stammgast bei den Tanzabenden im Prenzlauer Berger „Prater“. Noch als Rentner ließ er sich auf Schlägereien mit Jugendlichen ein, wobei ihm seine Kraft (er soll früher Ringer gewesen sein) zustatten kam. Stets war er mit einem kleinen Werkzeugkoffer unterwegs, selbst bei den Vereinsabenden, die er regelmäßig besuchte. Bis zuletzt konnte er enorm lange Otto-Reuter-Couplets vortragen – ohne jegliche Stockung. Bei den Kindern und Jugendlichen war er sehr beliebt, am Schachbrett stets ein fairer und angenehmer Gegner. Seine Erfolge im Normalschach waren bescheiden, was wohl auch seiner unkonventionellen Spielanlage geschuldet war. Höchst erstaunlich hingegen seine Fähigkeiten im Blitzschach: Geriet er in den Flow, konnte er lange Sequenzen mit hohem Tempo sehr stark spielen. Bei einem Blitzturnier konnte ich einmal den Rest seiner Partie gegen den starken Spanier Rincón Bascon (DWZ 2180) beobachten. (Meine Partie war aus Gründen, die ich hier nicht nennen möchte, bereits zu Ende …). Bascon starrte völlig perplex auf die Ruine seiner Stellung. Er hatte bereits vier Minuten verbraten, Heinz hingegen nur eine! In total gewonnener Stellung fing Heinz nun plötzlich an, langsam zu spielen, und Figur um Figur wieder herzugeben! Letztlich waren aber Material- und Zeitvorteil zu groß, und unser Held konnte obsiegen. Möge er in Frieden ruhen!

Schülerturnier von Läufer Reinickendorf 2016 ein Bericht von Michael Sielaff

Zum einen, es klingt mir vereinzelt noch immer in den Ohren:"Jugend voran, sie ist unsere Zukunft!" Zum anderen gibt es da diese Tage, an denen von morgens bis abends die Sonne scheint und du schaust den gesamten Tag, in fröhlich freundliche Gesichter, die dir entspannt, jeden Wunsch von den Augen ablesen. An einen solchen Tag konnte mich der 2. Oktober erinnern. Die Läufer aus Reinickendorf, luden zu einem 5-rundigen Schülerturnier ein. Mein Neffe Leonardo, 7 Jahre alt, war einer der 19 Eingeladenen Gäste. Aus Termingründen, fiel eine kurze Vorbereitung aus. Leonardo musste also improvisieren." Was kann der kleine große Mann in die Waagschale werfen?" 1.: Er verliert äußerst ungern. 2.: Kämpft wie ein Löwe. 3.: Das Schachspielen bereitet ihm große Freude. Alles Eigenschaften, die zukünftig Großes verheißen. Die Bühne bei Läufer war angerichtet: In einer ausgiebigen und intensiven Vorbeiteitungsphase hatten die Läufer das Turnier minutiös geplant. Nach der mehr als freundlichen Begrüßung wurden Namenschildchen verteilt. Eine sehr gute Idee! Eine Regelkunde vermittelte allen, worauf beim Spielen mit der Schachuhr zu achten sei. Um die Konzentration der Teilnehmer nicht zu stören, war der Turnierbereich nur dem Schiedsrichterteam zugänglich. "Schade für den Oberkiebitz!" Und dann ging es schon los. 1. Runde: Leonardo muss sich erst an Uhr und Gegner gewöhnen, hält lange Zeit mit, muss sich aber letztendlich geschlagen geben. 2. Runde: Aus der Ferne lässt sich das Spielgeschehen nur erahnen, aber der Sieger steht fest: Leo! Jetzt ist Mittagspause angesagt. Alle Gäste werden gratis mit Speis und Trank verwöhnt. So gestärkt geht es in die 3. Runde:" Macht nix, Erfahrung sammeln." 4. Runde: Erfahrung sammeln und diese verdauen. 5. Runde: Mit sehr viel Glück und ebensolcher Ausdauer, springt noch ein halber Punkt raus." Meine 3 Ziele werden erreicht:" Eine Partie gewinnen, nicht unbedingt Letzter werden und vor allem mit großer Freude und Spaß dabei sein. Bei der Siegerehrung wird gemüllert, 1. Platz Hugo Müller, 2. Platz sein Bruder Nicholas umrahmt vom Vorsitzenden Erhard Müller, der bei der Siegerehrung wieder einmal eine Klasse für sich ist. Er vermittelt allen Spielern, dass sich jeder Teilnehmer als Sieger fühlen darf. Und ich bin sicher,dass 19 Sieger nach dem Turnier den Heimweg antraten. An 3 Sonntagen im Oktober bieten die Läufer Kinder und Jugendlichen nun Schachunterricht an. Man kann ihnen nur wünschen, dass dies ebenso ein solch großer Erfolg wird wie das perfekte Schülerturnier." Verdient hätten sie es allemal. Sie haben die Meßlatte für ein Schülerturnier sehr hoch gelegt. Auch in Leos Namen, DANKE!!"

Berliner Blitz Mannschaftmeisterschaft 2016 ein Bericht von Heinz Großmann

  

Die Mannschaft des BSC Rehberge hatte sich bei der 8. Blitz MM am 23. September 2016 im Gemeinschaftshaus Lichtenrade in den Vorrunden für die Endrunde qualifiziert und belegte am Ende der Runde Platz 9.

Berliner Blitz Mannschaftmeisterschaft 2016 ein Bericht von Michael Sielaff

Nach Jahren der Abstinenz war es uns dieses Jahr möglich zumindest mit einer Mannschaft bei der BBMM zu starten. Hinterfragen wir uns… Vorweg: Die Spielbedingungen und die Organisation in Lichtenrade waren ausgezeichnet. Wir traten in folgender Aufstellung an: Brett 1. Sielaff, 2. Popov, 3. Kauschmann und 4. Casado Perez. Alles andere als das Erreichen des A-Finales, wäre eine große Enttäuschung gewesen. Mit Ach und Krach gelang uns der 12. Platz in der 9-rundigen Vorrunde, gleichbedeutend als letzter Finalist ins große Finale einziehen zu dürfen. Warum mit Ach und Krach? Möglicherweise lag dies am neuen Blitz-Modus (3Min+2Sek./Zug). Sehr gewöhnungsbedürftig- wir 4 hatten unsere Probleme damit. Einmal kurz nachgedacht, schon ist man in Zeitnot. Also läßt man das Nachdenken bleiben, was gleichbedeutend mit einer hohen Fehlerrate verbunden ist. So geriet die Veranstaltung teilweise zu einem Hacker-Event. Man sollte besser zum alten Modus zurückkehren. Dies verbessert die Qualität der Partien, es hat dann zumindest teilweise etwas mit Schach zu tun. Da uns der 12. Platz schon sicher war, war jetzt alles Zugabe. Letztendlich sprang der 9. Platz für uns heraus. Keiner von uns vier ragte heraus, keiner blieb immens unter den Erwartungen. Die vorderen Plätze, teilten die üblichen Verdächtigen unter sich auf (siehe Homepage Berliner Schachverband). Nach den 20 Blitzpartien und der sehr kopflastigen Beschäftigung kamen wir zu dem Fazit: "Dabei sein ist alles" lautet momentan unser olympisches Motto. Die Zeiten, in denen wir uns für die Norddeutsche qualifizieren, sind etwas in die Ferne gerückt.

Reminiszenz beim Spreewaldtunier 2016 ein Bericht von Michael Sielaff

„Okay, jetzt doch noch“: Wieder war es Mitte September-die Erde rast- und das Liebling-Super-Gurkenturnier im Spreewald lud ein. 9 Runden 15-Minutenpartien mit den alten Bekannten. 4 Ex-Humboldianer erweisen ihrem alten Verein die letzte Ehre. Diesmal sind 20 Mannschaften Vorort am Start. Auch die Berliner Wiederholungstäter sind fast alle (König Tegel fehlt) vor Ort. Da in Berlin zeitgleich kein Turnier stattfindet rechnen wir mit starker Konkurrenz. 3 wichtige Fragen sind noch klären: 1. Mit welcher Aufstellung spielen wir? 2. Was ist unser Ziel? 3. Was machen wir in der Mittagspause? Zu 1: Eine taktische Aufstellung macht wenig Sinn, also stellen wir nach Spielstärke auf (Sielaff, Schöffler, Schwarz, Werner) auf. Zu 2.: Ziel ist es, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Nach den vielen Enttäuschungen in den letzten Jahren ist das vielleicht die beste Devise. 3. : Wir verzichten diesmal auf ein Mittagessen. Der Körper wird danach müde (wir haben alle wenig geschlafen) und wir versagen dann wahrscheinlich wie üblich nach der Mittagspause im Endspurt vollauf. Okay, es geht los! 1. Runde am Tisch 1 gegen Zugzwang (Teamname: Berliner Mischung). Ich darf mit Weiß wieder gegen Peter Hintze antreten. In der Eröffnung (Damengambit) gewinne ich einen Bauern, könnte einen zweiten nehmen, hätte dann aber eventuell zu großen Entwicklungsrückstand. Stattdessen gebe ich den Bauern zurück. Nicht umsonst, sondern für viel Spiel, gewinne einen Bauern und lande im Doppelturmendspiel, er mit Springer, ich mit Läufer. Jetzt kommt die große Entscheidung einen Turm tauschen oder weiter Druck auf der 7. Reihe ausüben. Aufgrund meiner Zeitnot tausche ich ab. Dann kann er die Stellung schließen und ich muss auf sämtliche Springergabeln achten. Das kann man gut unverdient verlieren! Die zündende Idee, Aktivierung des Königs, Qualleopfer und die Bauern laufen durch. Er gibt auf. Damit stehts 3:0 für uns, Helmut spielt noch gegen Henry Reiche und schenkt diesem ein Remis. 3,5:0,5! Das war in den vergangenen Jahren gegen diese Mannschaft schon ganz anders. Waren wir so gut oder die so schlecht?. In der 2. Runde weiter am Tisch 1 gegen einen schlagbaren Gegner. Mein Gegner stellt eine Figur ein (Merci!) und verliert sang- und klanglos. 2,5:1,5 für uns. 3. Runde gegen Pneumant Fürstenwalde, andere Hausnummer!. Mein Gegner spielt Französisch (Leib- und Magenvariante), ich überlege lange, zu lange und stelle in Zeitnot in schwieriger Stellung die Qualle ein. Klasse Sielaff! Unsere Hoffnungen ruhen auf Helmut, der sie mit einem Sieg erfüllt. Es reicht so noch zu einem 2:2. Also weiter am 1.Tisch (bin ich im falschen Film?) und dort wird auch der nächste Sieg eingefahren. Ich spiele gegen den nominell besten Spieler des Turniers Spyvak. Er spielt interessant, gewinnt einen Bauern, den ich prompt wiederbekomme. Wieder Doppelturmendspiel und Läufer gegen Läufer. Leider hat er einen starken Freibauern. Ich eher ein halbes kleines Freibäuerchen. Das Freibäuerchen wird immer größer, seinen hole ich ab, in Zeitnot (er 2.28, ich 1:28), bietet er Remis. Kann ich sehr schlecht ablehnen, überlege dennoch 10 Sekunden, bevor ich annehme, es steht: 1,5:1,5. Helmut gewinnt wieder das entscheidende Duell! 2,5:1,5! Wir sind gut, Tabellenführer! Mittagspause. Entspannen und keine Angst vor großen Namen ist angesagt. Am besten nichts über die Gegner erfahren. Kurzes Zwischenfazit: Andreas 3 aus 4!, Ronald 2 aus 4. Helmut 3 aus 4! Sowie meine kümmerlichen 2,5. Aber alles gut verteilt. Mal eine neue Erfahrung. Weiter geht’s: 5. Runde am 1. Tisch (gegen wen? Keine Ahnung.) Wir gewinnen Helmut und ich, Ronald remisiert. 2,5:1,5. Langsam wird es mir unheimlich. Nach der 5. Runde gibt der Turnierleiter den Zwischenstand bekannt: 1. Humboldt Wedding mit 9:1 Mannschaftspunkten! „Ja, ist denn schon Weihnachten?“ Wir führen mit einem Mannschaftpunkt. Ich traue dem Frieden noch nicht. Hinten sind die Enten fett. Und so kommts auch: Die 6. Runde verlieren wir 1:3. Ein Sieg meinerseits (habe mich selbst besiegt) und ein 2:2 wäre drin gewesen. Mist, ein Mannschaftspunkt, der fehlen könnte. Mannschaftsansprache vom Capitano: „Gut Jungs das eben kann passieren. Aber es sind noch 3 Runden. Also noch mal alles raushauen, es sind noch 6 Punkte zu vergeben!“ Ich spiele gegen einen Gegner, der partout nicht verlieren will! Er verliert trotzdem. So steht als Endergebnis noch ein glückliches 2:2 in der 7. Runde. In der 8. Runde spiele ich gegen eine ehrgeiziges junge Dame. Scheint ihre Leib- und Magenvariante zu sein. Macht nichts, der Punkt ist mein. Leider verliert Andreas gegen das andere Mädchen und wir unglaublicherweise den Kampf 1,5:2,5. Das tat richtig weh! Letzte Runde: Mein Gegner spielt äußerst sonderbar, von Antischach ist die Rede. Vergessen wir diese Partie. Aber woanders wird auch Schach gespielt. Die Männeken machen ihre Hausaufgaben, so dass ein 3:1 als Endergebnis verbucht werden kann. Ich rechnete ihm Kopf unser Gesamtergebnis aus, 12:6 Mannschaftspunkte und 20,5 Brettpunkte. Fehlt dieser letzte Brettpunkt von mir? Der 4. Platz könnte bei rausspringen. Siegerehrung. Die ersten 3 Geldpreise sind vergeben, „4 Platz für Humbold Wedding!“, na immerhin. War mehr möglich? Ja mit der letztendlich nötigen und fehlenden Härte. Gibt die Einzelwertung von unten nach oben gelesen Aufschluss?: Andreas 1; 1; 0; 1; 0; 0; 0,5; 0; 1 = solide und zuverlässige 4,5 aus 9 Ronald 1; 0; 1; 0; 0,5; 0,5; 0,5; 0,5; 1 = ausgezeichnet verteilt gute 5 aus 9 Helmut 0,5; 0,5; 1; 1; 1; 0,5; 0; 0; 1 = Klasse Hemut! 5,5 aus 9 Meikel 1; 1; 0; 0,5; 1; 0; 1; 1; 0 = Na ja 5,5 aus 9 Ich erlaube mir noch ein Fazit: Andreas: ist gut gestartet, nach der Mittagspause hat der entscheidende Punsh gefehlt. Für einen Internet-Bulletspieler, war das Ergebnis nicht schlecht. Leider konnte ich keine einzige Partie von ihm begutachten. Ronald: spielte ein außergewöhnliches Turnier (4 Remis nacheinander, war ab der 5. Runde unbesiegt) und hat(te) hierbei ein goldenes Händchen. Zum einen schmerzten seine Niederlagen nicht, da die Kämpfe trotzdem gewonnen wurden, gutes Timing, zum anderen ist er jetzt der stolze Besitzer des 10-Kilo-Gurkenfasses. Die Gattin freuts… „Klasse Ronald!“ Helmut: war die ersten 6 Kämpfe ungeschlagen, holte wichtige. Die kleine Rochade in Runde 7 und 8 verdarben den ganz großen Wurf. Trotzdem stark. Dann gibt es sehr fleißige Schreiberlinge, nämlich die von Weisse Dame. Fahren morgens zum Turnier, feiern danach gemeinsam ihren Erfolg und schreiben abends ihren Bericht. Von diesem Teamgeist und Engagement können viele andere Vereine nur ewig von träumen. GREAT! Große Berichte mit Fotos sind wie immer im Netz verfügbar.

BSC Rehberge Schachabteilung aktuallisiert am 21.08.2017

 

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